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FAULBEHÄLTER ZUR GEWINNUNG VON KLÄR- UND BIOGAS
Wie kann Klärgas technisch erzeugt werden?
Die organischen Stoffe, aus denen Klär- oder Biogas gewonnen
werden kann, befinden sich in der Regel in einem wässerigen
Schlamm. Die Schlämme aus der Abwasserreinigung oder auch
Schweine- und Rindergülle aus der Tierhaltung liegen in dieser
Form vor. Diese Schlämme sind noch fließ- und pumpfähig. Damit ist
es möglich, relativ einfache Anlagen zu bauen mit denen das Klär-
bzw. Biogas erzeugt werden kann.
Da das Klärgas von den Bakterien nur unter Abschluss von
Luftsauerstoff gebildet werden kann, muss eine Anlage zur
Gewinnung von Klärgas gegen die Außenluft abgeschirmt sein.
Deshalb besteht der so genannte "Faulbehälter" aus einem
gasdichten Behälter. Dieser Faulbehälter kann sehr große Ausmaße
erhalten.
Der täglich anfallende Schlamm wird mit Pumpen in diesen
Faulbehälter befördert. Der Faulbehälter kann etwa den Schlamm
aufnehmen, der innerhalb von 10 bis 30 Tagen anfällt. Dies ist die
"Verweilzeit", die der Schlamm durchschnittlich zur Ausfaulung
benötigt. Der im Faulbehälter enthaltene Schlamm enthält in sehr
großen Mengen die Methanbakterien. Diese werden mit dem täglich
neu zugeführten Schlamm, bzw. mit den darin enthaltenen
organischen Substanzen, praktisch "gefüttert". Das
Ausscheidungsprodukt der Methanbakterie ist dann das Klärgas.
Kontinuierliche Betriebsweise
Diese Betriebsweise wird als "kontinuierlich" bezeichnet, die bei
modernen Faulanlagen heute der Standard ist. Im Faulbehälter
befindet sich ein stets gleiches Volumen an Schlamm. Es wird
täglich, d.h. kontinuierlich, eine gleiche Menge entnommen und
wieder zugeführt. Dies gewährleistet gleichmäßige
Betriebsbedingungen mit einer hohen Prozessstabilität und
berechenbarer Gasproduktion.
Temperatur
Die Methanbakterien besitzen eine höhere Produktivität, wenn sie
sich in einer wärmeren Umgebung befinden. Deshalb werden die
Faulbehälter beheizt. Normalerweise werden Temperaturen von etwa
30 - 38 °C angewendet, dieser Bereich wird als "mesophil"
bezeichnet. Es gibt auch Bakterien, die bei 50 - 55 °C arbeiten.
Die Faulung läuft dann schneller ab, die Faulbehälter können
entsprechend kleiner werden. Diese "thermophile" Betriebsweise
wird jedoch seltener eingesetzt. Der Aufwand an Prozessenergie,
die zur Erzeugung der höheren Betriebstemperaturen notwendig ist,
wird zu groß. Die Stabilität des Prozesses wird geringer.
Material der Faulbehälter
Die Faulbehälter werden aus geschweißten oder geschraubten
Stahlbehältern gefertigt. Auch Beton bzw. Stahlbetonbehälter
werden vielfach eingesetzt. Die Form der Behälter ist stehend
zylindrisch. Die Böden sind häufig konisch ausgebildet. Auf
kommunalen Kläranlagen sind viele eiförmige Faulbehälter errichtet
worden. Diese Form hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn sie
auch fertigungstechnisch sehr aufwendig ist.
Stahl ist als Werkstoff gut geeignet, eine Korrosion kann durch
die Abwesenheit von Luftsauerstoff nicht stattfinden.
Zur Verminderung der Abstrahlungsverluste werden die Faulbehälter
mit einer Wärmedämmung versehen.
Mischanlagen für Faulschlamm
Zur gleichmäßigen Verteilung des Schlammes sind die Faulbehälter
mit Rührvorrichtungen versehen. Die Vermischung hat mehrere
Gründe:
• Der frische Schlamm ist die Nahrung der Methanbakterien.
Diese Nahrung soll gleichmäßig verteilt werden.
• Eine gute Verteilung führt auch zu einer gleichmäßigen
Temperaturverteilung im Behälter. Damit werden kalte
Zonen vermieden.
• Im Behälter können Sink- und Schwimmschichten entstehen.
Sinkschichten aus Sand und anderen schweren Bestandteilen können
den aktiven Faulraum verringern.
Schwimmschichten aus Haaren und anderen filzenden Stoffen können
sehr mächtig werden. Sie behindern die Schlammzu- und abfuhr sowie
den Abzug des Gases, dies kann zu ernsthaften Störungen führen.
Die Rührwerke können je nach Behälterform und an die Anforderungen
an die Rühraufgabe unterschiedlich sein. Mechanische Rührwerke,
hydraulisches Rühren durch Umpumpen des Faulschlammes und die
Einpressung von Klärgas kommen zur Anwendung.
LIEFERPROGRAMM
FAULBEHÄLTER
für
• Schlämme aus der kommunalen Abwasserreinigung
• Hochbelastetes Abwasser aus industriellen Prozessen :
• Getränkeherstellung
• Brennereien
• Zuckerfabriken
• Stärkefabriken
• Molkereien
• Schlachtereien
• Tierkörperverwertung
• Gülle aus der Tierhaltung
• Biomüll
BAUARTEN
Ausführung der Faulbehälter in stehender, zylindrischer Form mit
konischen oder flachen Böden.
Material: Stahlbeton, Stahl geschweißt, Stahl emailliert,
geschraubt, jeweils mit Wärmedämmung oder
Witterungsschutzverkleidung.
Mischvorrichtungen mit innen liegenden Rührwerken, Gaseinpressung
oder Umwälzung mit außen liegenden Pumpen.
Komplette Ausstattung mit Gashaube, Schwimmschlammabzug,
Trübwasserabzug, Beheizung und Treppentürmen.
Faulbehälter für hoch belastetes Industrieabwasser als
Festbettreaktoren oder als Schlammbettreaktoren in allen Größen.
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